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Freitag, 20. Februar 2015

Gestrickt: Stulpen


Für's Fadenatelier habe ich wieder mal Stulpen gestrickt.

Die Muster habe ich aus diesem Buch: 


Wolle: 100 % Schurwolle superwash, 170 m / 50 g
Nadeln: 3 fürs Bündchen, Rest in 2,5

Zuerst das Muster Chevrons
 
  

  

danach bis zur gewünschten Höhe glatt-rechts

und als Abschluss ein Mustersatz "Galon"



und für eine Blumenbrosche hat die Wolle auch noch gereicht.

Montag, 30. Juni 2014

Nähen: Trägerkleid aus Jersey


Dieses Kleid ist ein Produkt aus einem Jersey-Rest und macht mich irgendwie versöhnlich. 
Versöhnlich mir ein T-Shirt oder ein Kleid zu nähen und mit dem Jersey-Nähen im Allgemeinen.

Eigentlich wollte ich von Schnittquelle das Kleid Vichy (hier ist das Gratis-Schnittmuster) nähen. 
Dafür habe ich extra günstigen Jersey-Stoff (vor Jahren) mal gekauft. Was soll ich sagen...
es steht ja, dass es figurnah ist. Es ist sehr figurnah und ich kann es wirklich erst tragen,
wenn der Schoggispeck und all die Erinnerungen an meine Kinder bzw. Schwangerschaften
 weggehungert wegtrainiert sind... 
Also... noch lange nicht und somit nicht vorzeigbar.

Aber ich hatte noch einen kleinen Rest von ca. 40 cm und ein Kleid, dass meine 
Zaubermaus nachgetragen hat, mit falschem Namen und schon das eine und andere Malheur im Stoff.

 

Das habe ich ratzfatz auseinandergeschnitten und einfach so als Schnittmuster genommen.
Mit dem Rollschneider ist es ja ziemlich schnell zugeschnitten. Genäht und immer wieder
die in 5 Minuten Abständen gestellte Frage "Mami, wann kann ich e-n-d-l-i-c-h das Kleid
anprobieren" ignoriert. Voilà:


Es ist alles so gut gegangen und das, obwohl ich das Kleid unten noch mit einer
Rüsche etwas verlängert habe. Meine Kleine ist zufrieden und ich auch.
 

Teile: Vorderteil, Rückteil, 2 gerade Stücke (12 cm breit, 40 cm lang) für die Rüsche

2  x (ca. 4 x 20 cm) als Schrägband gebügelt, für den Rücken- und Halsausschnitt
2 x (ca. 4 x 40 cm) als Schrägband gebügelt, für die Armausschnitte inkl. Träger

Zuerst das Schrägband am Rücken- und Halsausschnitt angenäht
dann die beiden Teile durch Schrägband an den Armausschnitten verbunden
und erst dann die Seitennähte geschlossen. Den Volant am Schluss angenäht.
Die Abschlusskante 2 cm nach innen gebügelt und auf der Bruchkante mit einem 
schmalen Zickzack-Stich genäht. Innen den überstehenden Stoff nahe am Zick-Zack
abgeschnitten. Fertig!

Mittwoch, 23. April 2014

Mittwochnähen: Tutorial Utensilo


Zu Ostern habe ich einen Stoff mit lustigen Hühnern zu Utensilos oder
- eben - Osternestchen vernäht.

Als Vorlage war eine neue alte Emaille-Zuckerdose. Sie hat die Grösse
12 cm Durchmesser und 14 cm Höhe. So geht's:

2 Kreise mit 12 cm Durchmesser plus Nahtzugabe (einmal Huhn, einmal Punkt)
2 Rechtecke 39,5 cm x 14 cm plus Nahtzugabe (einmal Huhn, einmal Punkt)
zuschneiden

 

Jeweils jedes Rechteck an der kurzen Seite zusammennähen,
dann den Kreis einnähen. Geht am Besten, wenn der Kreis
oben ist.
Dann die beiden Säckchen ineinanderstellen (schön auf schöne Seite)
und bis auf eine Wendeöffnung zusammennähen und wenden. Bügeln. Am Schluss 
noch rundherum schmalkantig absteppen, dabei wird die Öffnung 
auch gleich geschlossen.
  

Dienstag, 8. Oktober 2013

Schürze gegen Tomatensauceflecken


 Manchmal komme ich mir vor, wie eine alte Tante. Denn: ich trage zum Kochen meistens immer eine Schürze. Es gibt nichts ärgerliches, als wenn so ein Blubb von Tomatensauce mein sauberes T-Shirt gepunktet hat. Tomatensauce bringt man nämlich beim Waschen fast nicht mehr weg. Es gibt nun zwei Möglichkeiten. Entweder ich trage zum Kochen (und übrigens auch Essen) immer rot oder ich ziehe Schürzen an. Und weil die Schürzen immer in der Waschküche sind, habe ich bei Karin einen Kommentar hinterlassen. Denn sie hat gleich rollenweise Stoff zu Hause. Sie macht zur Zeit einen Patchworkkurs, bei dem nur die kleinsten Stoffstückchen verwendet werden. Schade deshalb um den Rollenstoff, der langsam so vor sich hinfault. Beim morgendlichen Gang zum Briefkasten habe ich dann ein Päckli vom Glarnerland entdeckt und mit Freuden den Stoff ausgepackt. Schnell die Masse aufgeschrieben, gezeichnet, zugeschnitten und genäht.

Das sind die wunderschönen Stoffe. Der rechte Stoff ist beschichtet. Kann man den bügeln? Geht die Beschichtung mit dem Waschen weg? Eigentlich sollte das meine Sonntags-Schürze werden. So wie es früher Sonntags-Gwand gab. Aber ich überlege noch. Vielleicht wäre das auch ein idealer Taschenstoff...

 

Vorgehen zum Nähen der Schürze:

eine halbe Breite Stoff (hier 65 cm), ca. 85 cm lang

Von der Länge drei mal 5 cm abschneiden.
Das ergibt zwei Bändel zum Binden und ein Bändel zum Umhängen.
Das restliche Stück Stoff (ca. 50 x 85 cm) säumen.
Ich habe zuerst die Längsseiten 0,5 cm umgebügelt, dann 1 cm umgebügelt und mit einem geraden Stich genäht. Bei den kurzen Seiten ebenso. So hat man eigentlich ein grosses Tuch.

Und nun ein Dreieck zwischen Taille und Hals abstecken und bügeln,
knappkantig nähen. Auf der anderen Seite genau so.

Die Bändel zum Binden annähen. Ebenso auf einer Seite des Halsbändels. Zum diese Länge individuell anzupassen habe ich auf der anderen Seite ein Knopfloch gearbeitet. Den Bändel einführen und einmal binden. Fertig!



Das war wohl mein letztes DIY zum kreativen September, zum dem Amala aufgerufen hat. Ich habe so viele angefangene Sachen, so viele Ideen, die wollen einfach mal fertig gemacht werden. Und ebenso habe ich Serienanfertigungen, die ich endlich fertig machen möchte (Mützen häkeln zum Beispiel).

http://www.netzwirkerin.de/
Und dann bin ich noch am Aufräumen. Im Sommer habe ich die Kiste immer wieder in den Garten gezügelt, ein paar Runden gehäkelt, die Kiste am Abend wieder versorgt. Und - wahrscheinlich hatte ich mal pressant - die Kiste hingestellt und bis heute nicht mehr angeschaut. Denn die Grannydecke ist immer noch nicht fertig. Ich habe schnell aufgeräumt, die Knäuel mit meiner Wickelmaschine zu schönen Knäuel gewickelt und dabei festgestellt, dass ich noch soooooviel zu häkeln habe. 

  

vorher - nachher
 

Freitag, 20. September 2013

Frühlingshafter Schal im Herbst vollendet




Angefangen hatte ich aus dieser Wolle ein Schultertuch. Letztes Jahr im Frühling. Zu meiner Alles-Drin-Tasche brauchte ich noch einen passenden Schal. Die Wolle habe ich im Strick-Art in Bad Ragaz gekauft. Wunderbar zum Verstricken, etwas dicker (150 g mit ca. 400 Meter). Nachdem ich die Anleitung für mein angefangenes Schultertuch nicht mehr fand, habe ich nach den Sommerferien alles nochmals aufgeribbelt und einen Schal angefangen. Das Muster habe ich einmal in einem Loop und in Socken verstrickt. Diese beiden Projekte waren rundgestrickt. Dieser Schal hier aber in Reihen. Auf der linken Seite musste ich auch das Lochmuster und Abnahmen machen, was den Strickfluss hemmte. Ich konnte nicht einfach ein Überzogenes oder Zusammengestricktes Abnehmen machen, weil es dann auf der Vorderseite nicht gleich aussah. Das war zuerst knifflig, bis ich wusste, wie. Aber der Strickfluss kam nicht. Wohl auch deshalb wurde dieser Schal zum ewigen Werk. Das Gute war, dass ich einfach stricken konnte, bis keine Wolle mehr da war. Aber immer noch ein Mustersatz und noch einer und noch einer hach... hört denn die Wolle gar nicht auf? Aber jetzt! Jetzt habe ich es geschafft!

Leicht gedämpft hängt er nun am Hosenbügel. 180 cm lang und 20 cm breit.


Die Wolle: Lang Jawoll Magic
6fach
150 Gramm 420 Meter





Fotografiert habe ich den Schal und die Blume an meiner neuen alten Pinnwand. Ursprünglich war das so ein hässliches braunes Kork-Ding. Ich habe den Rahmen weiss gestrichen und über den Kork den Stoff von einem alten Kissenbezüg gespannt. Die Stoffränder habe ich unter die Holzleiste geschoben. Das ging nicht immer so leicht, ist aber für jedermann machbar. Die Knopfleiste habe ich gleich so belassen. So kann ich Sachen (wie die Blume mit dem Haarclip) daran befestigen oder auch mit Steck- oder Pinnnadeln. Ich lasse diesen Vorschlag gleich als DIY hier so stehen, als Inspiration sozusagen...
 



Mein kleiner Prinz und ich sind nun alleine zu Hause, die beiden Grossen in der Schule und im Kindergarten. Der Kleine spielt gerne mit Autos. Sein erstes Wort am Morgen und sein letztes Wort am Abend ist: Auto. Aber hier auf dem Foto spielt er so schön mit den Barbiepuppen. So süss, nicht?
 

Ich habe beim Nähtalent-Wettbewerb mit dieser Tasche mitgemacht und - nichts gewonnen. Dafür habe ich jetzt eine Tasche mehr. Auch gut.

Ich habe letzthin einen Artikel über Sandwichkinder gelesen. Wir haben ja auch so eine Konstellation. Der Älteste ist ein Bub, der Jüngste ist das Nesthäkchen und die in der Mitte ist ein Mädchen. So gesehen hat jedes Kind von uns eine spezielle Stellung in der Familie. Der Älteste ist der Vernüftige, der Kleinste ist einfach knuffelig und das Mädchen in der Mitte? Mal frech, mal lieb und charmant, sagt immer, was sie denkt, sagt auch, was ihr nicht passt. Eine eigene Persönlichkeit, die so nicht zu mir passt und doch bin ich froh, dass sie da ist. Sie nimmt die Segel aus dem Wind und zeigt, wie man es eigentlich macht. Und genau mit dieser kleinen Dame mache ich einen (wirklich kurzen) Kurztrip. Zeit für uns, Zeit für ein Mädelwochenende.

Das Wichtelpäckchen, das ich erhalten habe (Danke für das - von aussen - liebevoll gestaltete Päckchen) werde ich am Montag öffnen.


Dienstag, 3. September 2013

Mütze häkeln DIY


Der September bedeutet für mich zwar immer noch schön und warm (auch wegen den Farben), aber bereits schon etwas kühler (vorallem am Morgen). Deshalb habe ich schon mal eine erste Herbst-Winter-Mütze gehäkelt. Und zur Aktion "Kreativer September" auch grad eine kurze Anleitung zum DIY dazugeschrieben.




Material: 2 Knäuel kuschelige, weiche Wolle (ca. 50 m / 50 g)
Häkelnadel Nr. 6

Die Mütze von oben beginnen. Es wird - bis auf die Schlussrunde - halbe Stäbchen gehäkelt. 

In einen Fadenring 11 halbe Stäbchen häkeln
1. Runde: jede Masche verdoppeln.  (= 22 Maschen)
2. Runde: jede 3. Masche verdoppeln (= 29 Maschen)
3. Runde: jede 4. Masche verdoppeln (= 36 Maschen)
4. Runde: jede 5. Masche verdoppeln (= 43 Maschen)
5. Runde: jede 6. Masche verdoppeln (= 50 Maschen)
11 Runden ohne Zunahmen häkeln

Die Mütze wenden und 1 Runde feste Maschen um die gesamte Mütze häkeln. 
Diese Runde ergibt den Abschluss. 
Schön und etwas fester häkeln, damit die Mütze nicht zu schlabbrig wird.

Aus dem Resten eine Blume häkeln und mit einem Knopf annähen.

PS: Die Mütze passt auf einen Frauenkopf. Sie geht wirklich über die Ohren. Wer es lieber etwas weiter mag, eine Runde mehr Zunahmen machen. Wer es kürzer mag, weniger "Runden ohne Zunahmen" häkeln. Die Mütze ab und zu anprobieren.

Viel Spass beim Häkeln.



Montag, 2. September 2013

Nadelkissen Prilblume DIY


Nadelkissen "Prilblume"


 

Na, von gestern noch ein paar Restchen übrig? Auch die kann man noch verwerten.


Die Resten zusammennähen.
Eine alte CD als Form nehmen und

ausschneiden

zwei gleichgrosse runde Flächen aufeinanderlegen
zusammennähen und eine Öffnung offen lassen

wenden
mit Watte ziemlich fest stopfen

... damit es beinahe wie ein Ball so rund und fest ist

Die Öffnung zunähen

mit einem groben Garn (hier Häkelgarn Catania) jeweils von der Mitte aus die Abnäher machen


mit einem Knopf oder Blüemli den Mittelpunkt "verstecken" und den Faden gut vernähen



Fertig!

Sonntag, 1. September 2013

Patchwork-Kissen DIY


Patchwork-Kissen DIY

Mein erster Beitrag zur Aktion

  

ist ein Patchworkkissen aus Stoffresten. 

Mein Kissen hat eine Grösse von 40 x 40 cm.

Zutaten: Stoffresten, min. 5 cm breit, 
verschiedene Längen, 
verschiedene Stoffarten in verschiedenen Muster
Rollschneider und Lineal (ich arbeite gerne damit, es geht aber auch ohne)
Stecknadeln und (wichtig!) Bügeleisen und Nähmaschine
ein Stück Stoff 40 x 40 cm: darauf werden die kleinen Stoffresten genäht
Stoff für das Kissen und den Hotelverschluss: 1 x 43 x 40 cm und 1 x 23 x 40 cm
 
ein Stück Stoff 40 x 40 cm
Stoffresten, div. Längen, min. 5 cm breit


das Anfang-Quadrat habe ich mit einem Spruch gestempelt
und als Versuch in die untere linke Ecke gesteckt

Ein Streifen (hier die Noten) auf der linken Seite angenäht

 
und umgebügelt
ein weiteres Stoffstück auf der anderen Seite angenäht


und umgebügelt
nochmals dasselbe
wichtig: immer schön bügeln und so weitermachen, bis das ganze untere Stoffstück bedeckt ist.

Die Rückseite hat bestimmt einige Fäden: einfach abschneiden
So sieht die Vorderseite nun aus
 
Beim grossen Kissenstoffstück 1 cm bügeln und danach 2 cm umbügeln, absteppen. Das ergibt den oberen Innenrand. Die andere Seite an die Vorderseite annähen (Mitte des Bildes)..

Auch beim kleineres Kissenstoffstück 1 cm bügeln und danach 2 cm umbügeln, absteppen. Das ergibt den Abschluss des Hotelverschlusses. Die andere Seite an die Vorderseite annähen.
Links und rechts (bei den drei Stecknadeln und bei der Schere) hinunter steppen.

So sieht die eine Seite aus.

Und so sieht die andere Seite aus.

wenden, bügeln. Fertig ist das Patchworkkissen mit Hotelverschluss.
 Weshalb Hotelverschluss? Ich nähe gerne mit möglichst wenigen Zutaten. Ein Hotelverschluss ist eine Supersache. Natürlich könnte man auch den Verschluss mit Knöpfen, Kamsnaps oder Reissverschluss machen.

Das gleiche Patchwork könnte man auch mit einem Anfangsdreieck oder Fünfeck oder Sechseck machen.

 Beim ersten Bild habe ich das Anfangsquadrat in die (ungefähre) Mitte gesetzt.

Das Kissen auf dem letzten Bild heisst "Tanz auf dem Regenbogen". Dazu passen natürlich die Federn (federleicht), die Engeln (die tanzen und musizieren) und natürlich auch die Noten. Mit dieser Anordnung wollte ich einen "modernen" Regenbogen gestalten.

Viel Spass beim Nacharbeiten.