Mit nur so wenig Zutaten gibt's was Feines. Versprochen!
ein süsser, runder Mürbeteig
ein Stück hartes Brot (oder einfacher: etwas Paniermehl)
Zwetschgen
2,5 dl Rahm (oder für's schlechte Gewissen Rama oder ähnliches)
1 P. Vanillezucker
2 Eier
Teig mit einer Gabel einstechen, damit's keine Blasen wirft
mit der Reibe das harte Brot zu Brösel reiben
Zwetschgen entkernen, vierteln, darauf verteilen
Jetzt schon mal ab in den Ofen. Vorgeheizt, 225 Grad für 11 Minuten
(bis der Rand schon ein bisschen goldig ist)
In der Zwischenzeit den Guss machen: Rahm, 2 Eier, 1 P. Vanillezucker gut vermischen
(ich nehm noch einen grosszügigen Schluck Milch dazu)
Wenn's piepst, den Guss auf die Wähe giessen und dann nochmals 11 Minuten backen.
Wähe rausnehmen und geniessen!
Eine Wähe ist für mich ein Allerweltsgericht. Mit fast allem kann man eine Wähe machen:
(sauren) Äpfel, Aprikosen, Zwetschgen, Rhabarber, Birnen
Als Teig geht auch Kuchenteig oder Blätterteig. Wenn man einen Pizzateig nimmt
und den Guss pikant abschmeckt und als obendrauf Gemüse, dann hat man einen
Gemüsekuchen. Im Winter koche ich oft eine Suppe zum Zmittag und anschliessend
gibt's Wähe. Oder - wie heute - zum Zvieri oder Znacht.
Der Name "Wähe" bedeutet Blechkuchen.
Hier gibts noch mehr Informationen dazu. Im Welschen
heisst dieser Kuchen gateau, in Graubünden turta, in Appenzell Flade, im Thurgau
Tünne, in Bern Chueche, in Basel und bei uns - eben - Wäje.
Ein Gericht und in der ganzen Schweiz immer andere Namen dafür....