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Mittwoch, 30. September 2020

Vom Schellenursli und blauen Socken

 


Am Montag habe ich einen Ausflug nach Samedan gemacht. Dort ist noch einige Tage eine Ausstellung zum Thema "Alois e Selina - 75 Jahre Schellenursli". 

Schellenursli ist der Bub, der am Chalanda Marz nur die letzte, kleinste Glocke bekommt. Er möchte aber gerne die grosse Plümpe und gibt nicht auf. Er geht alleine hoch ins Maiensäss und holt - durch Bäche und viel Schnee - die grosse Glocke. Das Buch hat Selina Chönz geschrieben, die Bilder dazu hat Alois Carigiet illustriert.

Ich habe - glaube ich - noch nie so eine interessante und informative Ausstellung gesehen. Wir hatten eine Führung durch den Kurator Chasper Pult im Chesa Planta.


Gereist bin ich mit der Rhätischen Bahn. Zwar nicht mit dem Krokodil und den nostalgischen - und Aussichtswagen, sondern schön gemütlich im Bernina Express. Aber die Zugskomposition habe ich auf einem Bahnhof - wahrscheinlich eine Extrafahrt - gesehen. 

In Samedan habe ich die Kirche von unten nach oben fotografiert und versucht, das zu Hause zu zeichnen. Gar nicht so einfach mit den Perspektiven und den Details. Leider habe ich die Details nicht mehr alle auf dem Foto gesehen.




Am Nachmittag bin ich dann nach Guarda, ins Schellenursli-Dorf gefahren. Allein schon die schönen Häuser und Farben sind ein Besuch wert. Ich habe gefühlt Hundert Häuser und Türen fotografiert. Beim Warten auf den Bus habe ich mich dann auf eine Bank gesetzt und das obere Bild gezeichnet. Das Skizzenbüchlein ist nur A6-hoch-gross. 




Als dann um halb sieben mein Bus nach Guarda Station fuhr, wurde es schon langsam dunkel. Wieder im Zug - durch den Vereina-Tunnel - habe ich an meinen Socken gestrickt. Stricken und Malsachen - das ist immer öfter zusammen dabei. 

Das Muster heisst nachteulenspielerei . Man kann es auf ravelry gratis herunterladen. Herzlichen Dank an Dagmar, für das schöne Muster. 

Leider sieht man das Dunkelblau nicht so gut. Ich kann aber versichern, dass das Stricken des Musters recht kurzweilig ist und sich die Socken schön an den Fuss anschmiegen.

An der Ausstellung habe ich gesehen, dass auf den Bildern der Schellenursli auch blaue Socken trägt und somit schliesst sich der Kreis um Schellenursli wieder. Schön, nicht?








Sonntag, 27. September 2020

Vom Voralpsee, Jim Knopf und Lavendel-Rosen-Socken


Am Tag des Teddybären habe ich meinen Hasen aus der Kindheit gezeichnet. Er hat leider nur noch ein Auge. Aber das ist ja das Schöne am Zeichnen und fotografieren. Man kann einfach so machen, wie es gefällt. Gezeichnet habe ich ähnlich, wie "happy painting". Die Umrisse ein bisschen zittrig. Das passt gut zu meinem alten Freund.

Zentangle mache ich ganz gern. Da kann man sich so wunderbar verweilen und fast meditativ Blümchen und Blätter und Linien zeichnen und ausmalen. Hier habe ich ein "m" eingerahmt.




Im Malkurs waren wir in der Cholau, Weite und haben mit Ölkreide gemalt. Leider gibt das an den Fingern immer eine Riesensauerei, alles klebt. Ich habe aber herausgefunden, dass man durch Reiben die Farben schön ineinander laufen kann. Okay... man hat danach nur noch schmutzigere Finger. Aber auf das kommt es dann auch nicht mehr drauf an.

Einmal habe ich den farbigen Herbst gemalt. Wobei... so farbig ist es bei uns noch gar nicht. Das ist mit Aquarellfarben in mein Skizzenbuch gemalt.



Die Kühe sind nun wohl alle im Tal. Auch wieder mit Aquarellfarben in mein Buch gezeichnet. Und auch die Pferde unten. Da habe ich Fotos auf dem Nachhauseweg gemacht und zu Hause dann gezeichnet. 




Von einer Malfreundin habe ich ein paar vertrocknete Physalis bekommen. Die sind so wunderschön filigran. Das nächste Mal muss ich sie unbedingt mit einer feinen Feder und Tinte malen und dabei auch noch eine Lupe zur Hand nehmen. Das ist so zart und zerbrechlich.

Auf den Herbst habe ich mir eine Bucket-List zusammen gestellt, was ich gerne im Herbst machen möchte. Ich liebe solche Listen. Es gibt mir das Gefühl, dass die Zeit ewig dauert und ich sie so richtig gut genutzt und ausgekostet habe. Einiges habe ich bereits gemacht (Museum-Besuch und Kürbissuppe), einiges ist aber dringend (Schuhe kaufen) und müsste ich unbedingt in Angriff nehmen.



Zentangle mal auf anderem "Papier". Ich habe die Blätter ein paar Tage getrocknet. Aber es ging nicht besonders gut mit zeichnen. Vielleicht wäre frisch besser gewesen und danach trocknen? Das probiere ich nochmals aus. 

Manchmal male ich einfach gerne mit meinen Farben. Hier in braun, Indigo, anthrazit,... Als Blume habe ich eine verwelkte/vertrocknete Wildblume genommen. Leider habe ich keine Ahnung, was das ist. Vielleicht ein Kerbel?




An einem Sonntag sind wir rund um den Voralpsee gewandert. Ein schöner Spaziergang, nicht zu lange, mit Würste bräteln und einem See - ideal für unsere Jungs. Das Wetter war zauberhaft und im Nachhinein wohl einer der letzten schönen warmen Tage. Ich habe den Tag als Daily Journaling festgehalten. Mit dem Layout muss ich noch etwas üben. Aber mir gefällt diese Art von Tagebuch sehr.

Genau so sehr, wie solche Socken stricken. Vor einem Jahr war das noch ein Chnorz und ein Wunschtraum, solche Socken zu stricken. Nun habe ich aber immer wieder geübt und verschiedene Muster gestrickt. Es ist eine wahre Freude. Auch, was für tolle Sockenwolle es gibt. Zum Teil gibt es riesige Farbpaletten. Das Gute an diesen Socken ist, dass man für ein Paar drei 50-Gramm-Knäuel benötigt. Da kann man sich so richtig austoben. Hier stricke ich grad Lavendel mit Rosen. Hach... ich liebe es...




Als Auftakt in die Herbstferien haben wir im Kino den Film "Jim Knopf und die Wilde 13" besucht. Wie auch der erste Teil: sehr schön gemacht, ein bisschen wild zwar. Aber schön!

 

Sonntag, 6. September 2020

September, Glühwürmchenexpress, Bergwerk und Norwegersocken


Wie die Zeit vergeht! Schon September! Ich habe ein neues Skizzenbuch begonnen und mache jeden Tag eine Seite. Am ersten mit eine Monatsseite mit Pilzen und einem Igel. Igel haben wir in letzter Zeit viele gesehen. Leider war in unserem Garten auch ein toter Igel. So traurig. 

Am 1. September war der Welttag des Briefeschreibens. Ich habe das zum Anlass genommen und jemandem von Hand einen Brief geschrieben. Das Briefpapier war rosa und der Umschlag innen mit dunkelrotem Seidenpapier gefüttert. Das Briefpapier habe ich schon so lange. Ich habe das in meiner Lehre gekauft. Bei einem Schadenfall konnte ich die Box mit Briefpapier und Umschlägen günstig kaufen. Die Box war etwas verbeult, der Inhalt aber tadellos. Ich nahm nur zu besonderen Anlässen ein Umschlag und ein Bogen Papier davon. Und heute? Heute geht vieles per Whatsapp und Email und die Box ist immer noch gut gefüllt. Es sollte wirklich öfters Welttag des Briefeschreibens sein.

In meinem Skizzenbuch habe ich das festgehalten mit einer gezeichneten Briefmarke, Füllfeder und Poststempel sowie einigen Zitaten zum Thema Briefe.



Unsere Frühstücke ziehen sich sehr in die Länge. Von morgens um 6 bis 7.30 das letzte Kind das Haus verlässt. In dieser Zeit und danach auch zum Znüni stricke ich Socken. Gerade faszinieren mich (immer noch) Norweger mit komplizierten Muster. Ich nehme jeweils drei 50-Gramm-Knäuel, die reichen gerade für ein Paar Socken. Von entspanntem Stricken ist hier nicht die Rede, denn das Muster verlangt volle Konzentration. Aber vom Ergebnis und der Wirkung bin ich begeistert.

Ich verkaufe auch Socken und habe gerade auf Facebook viele positive Reaktionen, aber auch negative betreff Verkaufspreis erhalten. Nörgler und Besserwisser finden den Preis (40.-) für solche Socken viel zu hoch. Niemand muss solche Socken kaufen und tragen. Aber alle, die nur einen Hauch von Handarbeit und Stricken verstehen, wissen, wieviel Arbeit dahinter steckt und auch nur die Marken-Wolle allein schon kostet. 

Einmal in der Woche zeichne ich Zentangle. Hier mit meiner Hand als Grundriss. Das Schöne dabei ist, dass man so viele Muster ausprobieren kann und es eigentlich immer toll aussieht. Kritzeleien auf schöne Art.



Den Walensee mal abstrakt gezeichnet. Von Walenstadt aus gesehen, sieht er ja wirklich aus wie ein norwegischer Fjord. Die Sonnenuntergänge sind jeweils atemberaubend schön. Wäre ich dort zu Hause, würde ich wohl nur den Walensee in allen Variationen zeichnen. Obwohl ich in der Nähe aufgewachsen bin, war ich nur eine Handvoll mal dort beim Baden oder Schwimmen. Er ist mir einfach zu kalt (obwohl Hartgesottene meinen, im Hochsommer sei er warm. Aber auch warme 22 Grad ist mir immer noch zu kalt). 

Im Malkurs bei Vreni Kruse, den der Frauenverein Wartau anbietet, malen wir bei Schönwetter oft in der Cholau, Weite. Umgeben von Pferden und Kühen und einer schönen Landschaft zeichnen wir mit verschiedenen Materialien. Hier mit Pastellkreiden. Mit Blick auf die Liechtensteiner Berge und Burgruine Wartau (unten)





Zu einem Geburtstag habe ich diese Karte gezeichnet. Es zeigt das Skihaus Lanaberg oberhalb Trübbach/Azmoos im Wartau. Die Aussicht von dort oben ist wunderschön und das Geburtstagskind ist ab und zu für ein Wochenende Hüttenwart. Das Bild habe ich von einem Foto abgezeichnet. 

An einem Tag habe ich einen dunkelblauen Lastwagen mit der Aufschrift "Glühwürmchenexpress" gesehen. So ein süsses Wort, nicht? Für den Freitag, der auch Freutag heisst, habe ich deshalb noch mehr so schöne Wörter gesucht. Auf dem Heimweg von einer Sitzung hörte ich im Nachtexpress das Wunschkonzert und es kamen einige tolle Songs, die ebenfalls auf der Collage ihren Platz fanden. 



Gestern wollte ich ein historisches Gebäude zeichnen. Ich wollte es mit dem Hundespaziergang verbinden. Leider war dann unterwegs eine Schiessübung und ich musste einen steilen Umweg-Wanderweg nehmen. Die so gewonnene Höhe führte mich nicht zum Schloss Sargans, sondern wieder hinunter zum Bergwerk. Zeitlich wäre ich besser unten im Tal geblieben. Nun war es knapp, damit es noch für einen Kaffee und eine Zeichnung reicht. Ich kehrte deshalb im Bergwerk ein und zeichnete ein altes historisches Wägelchen und das Bergpanorama (mit Sicht auf Liechtenstein und Bündner Berge). 

Montag, 31. August 2020

August, das AugustArtjournal2020, Mohnsocken und immer wieder zeichnen.


August. 
1. August. Was liegt da näher, als Kühe und Schweizerkreuz auf weiss-rotem Grund. Diese Art zu zeichnen gefällt mir immer mehr. Neudeutsch sagt man dem auch Journaling. Vor einiger Zeit habe ich mir einen Wassertankpinsel gekauft. Der ist genial, so kann ich auch unterwegs mal etwas zeichnen, ohne dass ich Pinsel und Wasserbecher mitnehmen muss.

Heimat zeigt auch diese Ansichtskarte, die ich gemalt und nach Deutschland verschickt habe. Es zeigt die Alp Palfries im Hintergrund die Alvierkette, im Gebiet Wartau, hoch oben auf einem Plateau, das früher von Walser besiedelt war. Das Motiv habe ich von einem Foto abgezeichnet.




Den Vollmond umrahmt mit schönen dunklen Farben und Zentangle-Muster. 

Auf den August habe ich mich sehr gefreut. Ramona von Kallimagie versendet jeden Tag per Mail eine Aufgabe zur Challenge "AugustArtjournal2020". Eine Aufgabe war einen Apfel zu zeichnen. Statt Schnitze habe ich meinen Apfel mal quer durchschnitten. Sieht auch toll aus, nicht?



Eine Malfreundin hatte die Idee, den Film über den Maler Giovanni Segantini "Magie des Lichts" im Openair Cinema im Heididörfli Maienfeld anzusehen. Der Film beruht auf Fotos und Bilder vom Künstler, sein Tagebuch, die Biografie "Das Schönste, was ich sah" und Aufnahmen von seinen Wirkungsstätten und wo er gelebt hat. Segantini hat meistens immer Menschen auf seinen Bildern. Sein Leben, auch sein junges Leben war geprägt von Schicksalen, aber auch von einer grossen Liebe zu seiner Frau und seinen Kindern und den Bergen.

Obwohl ich gar kein Talent habe, wie die grossen Meister, macht es mir grossen Spass, zu zeichnen. Nicht immer bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, zeige es aber trotzdem auf dem Blog und Instagram. Es soll Mut machen, es einfach zu probieren. Vor vielen Jahren hätte ich es mir nie erträumt, dass ich mal sowas malen würde und nun finde ich dieses Tun einfach nur schön. 



Aus Zeitschriften schneide ich mir gerne schöne Wörter und Bilder aus und lege sie zu einem neuen Gedicht aus. Schnipselpoesie. Wie oben: Das Leben ist schön.

Eine andere Aufgabe bei AugustArtjournal2020 war ein Schriftenteppich. Ein Klecks Farbe gab die Frisur, unten das Gesicht und in die Frisur schrieb ich, was ich an mir mag. Die Frisur habe ich mit meinen neuen Farbnäpfchen gemalt. Da gibts zum Beispiel Olivgrün-gelblich oder Chromoxid-grün-stumpf. Farben, die ich fast nicht selber mischen konnte und die zusammen z.B mit gelber ocker und pink ein wunderschönes Bild geben.

Den Tipp mit den geschlossenen Augen habe ich gleich übernommen. Oft scheitern bei mir die Gesichter. Hier passt es einfach.



Der August war wirklich ein heisser Monat und Abkühlung funktionierte gut von innen mit Eis. Für mich aber ohne Biskuit, dafür im Becher. Die Art der Zeichnung ist von Clarissa Hagenmeyer, Happy-Painting.

In der letzten Ferienwoche organisierte der Südkultur Pass einen Musical-Workshop unter der Leitung von Musical-Darsteller Patrick Scott für Kinder und Teenager. Das Ganze fand im Fabriggli, im Werdenberger Kleintheater statt. Die Kinder sangen unter anderem das Lied aus dem Dschungelbuch "Probier's mal mit Gemütlichkeit". 



Der Gauschla ist manchmal in wunderschönem Licht. Manchmal vor kitischigblauem Himmel, manchmal Nebelverhangen, aber oft auch in den schönsten Farben. Ich versuchte hier abstrakt zu malen. Naja...

Bei #inktober52 auf Instagram gibts jede Woche ein Thema, das man mit Tinte umsetzen kann. Ich nehme gern das Thema und setzte es aber auch oft mit Farbe um. Künstlerische Freiheit. Zum Thema Balance habe ich ein Fahrrad gezeichnet und eine Waage fürs Gleichgewicht. Das Wetter war sehr regnerisch, kühl und der Rhein führte extrem viel Wasser. Ab Dienstag war der Spuk mit dem vielen Wasser wieder vorbei. Balance auch in der Natur.



Die Frage im AugustArtjournal2020: warum? Warum mache ich hier mit? Warum zeichne ich jeden Tag etwas Kleines? 
Darum. Und weil es mich zufrieden macht, mit dem, was ich habe. Weil ich nicht einfach so brav dasitzen kann. Und weil ich meine schönen Momente festhalten will, wenn mal schlechte Tage sind. 

Im Malkurs bei Vreni ist nicht immer schönes Wetter. Ausweichen können wir dann ins Kirchgemeindehaus. Ich habe Philomena's Pferdestall gezeichnet und die störenden Häuser rundherum einfach ausgeblendet. Das ist das gute am Zeichnen. Einfach weglassen, was mir nicht gefällt.



Einmal habe ich bei einer Aktion mitgemacht. Die Vorlage war dabei, künstlerisch hochwertige Produkte für alle Teilnehmer zu gestalten. Dabei bekam jeder von jedem etwas. An sich eine interessante Aufgabe, bei der ich mich aber leicht überfordert fühlte. Hier hatte eine Teilnehmerin, der ich auf Instagram folgte noch etwas Sommerpost zuviel gemacht und verloste so eine Post. Im Gegenzug habe ich auch etwas für sie und nur für sie gestaltet. Der Umschlag war ca. A4-gross mit einem Bild von einer Briefmarke. Erst als ich das Bild fertiggemalt habe, sah ich, dass es der Thunersee, gemalt von Ferdinand Hodler, der Heimat von Kreativhäxli ist. Das passte ja perfekt. 

Der rosa Elefant ist ein Newspaper Blackout. Die Seite ist aus einem Buch von Rainer Maria Rilke und ich habe mir einfach schöne Wörter eingekreist und den Rest übermalt. Herausgekommen ist ein kleines Gedicht über den rosa Elefanten.



Glückspilz.

Socken-Technisch gabs Mohnblumen auf grünem Hintergrund. Ein schöner Auftrag. Merci vielmals!




Bei Ravelery, einer Strickgemeinschaft im Internet wünschte sich jemand Querpostkarten für eine Postkartenwand. Ich habe ein Foto von ihrem Hund gefunden und diesen gezeichnet. Und wieder habe ich meine neuen Farben ausprobiert. Ich mag den Hintergrund besonders. Ich könnte auch nur Hintergrunde malen.

Und das ist mein kleiner, feiner Farbkasten und meine liebsten Stifte. Damit kann ich ganze Bücher füllen und zeichnen und zeichnen ohne Ende. Das Büchlein ist zwar herzig, aber leider schon bei den ersten paar Malen hat sich der Leim bzw. die Seiten vom Cover gelöst. Wenn das Buch voll ist, muss ich zuerst eine Reparatur-Aktion machen. Das Skizzenbuch selber ist ca. 9 x 14 cm gross. Wirklich hübsch, aber für mein Befinden etwas gar klein. Ich habe noch einige Exemplare davon und werde diese auch benutzen, danach aber lieber wieder die grösseren A5-Bücher kaufen.



Was ich sonntags so mache... mit dem Hund spazieren, die Liewo lesen, Socken stricken und Farben suchen für ein neues, grosses Strickprojekt. 

Im August war ich auch beim Coiffeur. Es gab frische Farbe und eine neue Frisur. 



Im Malkurs habe ich versucht, Birken zu zeichnen. Wieder haben wir im Kurs in der Cholau in Weite auf Klappstühlchen Platz genommen und für zwei Stunden nur gemalt. Ich mag diese Auszeit und das Fachsimpeln und das gegenseitige Bestaunen der anderen Bilder sehr. 

Am 13. August war der internationale Linkshändertag. Obwohl ich Akkordeon spiele und auch die linke Hand dafür gebrauche, kann ich mit links so gar nicht schreiben. Erstaunlicherweise ging das Zeichnen von den Störchen recht gut. Die Schrift aber ist sehr wacklig geworden.



Die Blätter der Hortensie sind gedruckt. Die Hortensienblüte selber habe ich gezeichnet. Tanja Werner von cube.w3 hat auf Instagram mal den Tipp gegeben, mit dunkler Farbe Akzente zu setzen und so dem Sujet mehr Tiefe zu geben. Das habe ich hier ausprobiert.

Unterwegs zu zeichnen braucht Mut und etwas Zeit. Mut, um einfach dazusitzen und die Welt herum zu vergessen und einen Moment Zeit. Unser Hund ist neugierig, schnuppert viel und will weiter und nicht immer warten. Auch er muss dann eine Pause machen und immer wenn ich mich etwas bewege, meint er, nun passiere etwas Spannendes und es gehe endlich weiter. Hier haben wir gleich zweimal auf einem Bänkli Platz genommen. Einmal zeigt es den Blick auf die Liechtensteiner Berge oberhalb Balzers. Das Schöpfli ist bei uns im Quartier und es lagert Heu für die Hasen. Der Besitzer kommt dann jeweils mit seinem Pfupferli (Mofa) und einem Anhänger und fährt dann damit schwer beladen wieder den Berg hinauf zu seinen Hasen.




Pippi Langstrumpf ist 75! Das musste natürlich in meinem Buch verewigt werden.

Mit den Farben haben wir im Malkurs wieder experimentiert. So von blossem Auge und in der Realität sah man nämlich weder gelbe noch pinke Felder und auch keinen violetten Wald. 



Federn zeichnen - so spannend und entspannend. Hier auf eine Doppelseite in meinem kleinen Skizzenbuch.

Immer wenn ich in die Hundeschule fahre, sehe ich diesen alten Stall. Einmal war Kinder-Hunde-Schule und ich setzte das Kind und den Hund ganz in der Nähe ab. Ich nutzte die Stunde und spazierte zu diesem Stall und zeichnete ihn ab. 



So quer über zwei Seiten in ein Malbuch zu malen braucht etwas Mut, das Ergebnis ist aber meistens toll. Hier sass ich gleich vor einem Wiesenkerbel, den ich dann am Schluss auch noch mit einem Ölstift reingezeichnet habe.

Manchmal kaufe ich mir ein Getränk, nur weil mir die Flasche oder das Etikett gefällt., nur damit ich es danach in mein Skizzenbuch zeichnen kann. Das Getränk schmeckt dann beim Zeichnen gerade noch einen Tick besser.